ISLAM 2,659 views Dec 31, 2014
"Ausgerechnet der Islam!"

Meine Familie und meine Freunde schauten mich erschrocken und überrascht an, als ich meine Interesse und Liebe gegenüber dem Islam deutlich offen darlegte. "Es ist ja in Ordnung, wenn du Interesse zeigst- aber konvertieren? Spinnst du?!". Wenn überhaupt eine Religion, dann das Christentum-  meine Schwester fragte mal "Du, wir haben so eine freie Reigion, warum willst du davon weg und dich so derart einschränken?". Der Pfarrer unseres kleinen Dorfes, mit dem ich lange Gespräche führte, betonte immer wieder, dass es wichtig sei, an der zwischenreligiösen Kommunikation zu arbeiten, statt zu konvertieren- dies sei schwachsinnig.

 

Ökomene funktioniert jedoch nur, wenn es von der Gesellschaft anerkannte "deutsche" Reigionen sind, wie immerwieder auffällt. Meine Großmutter gab meiner Schwester den Ratschlag (mich hat sie bereits aufgegeben), sich ja einen deutschen Mann zu suchen, da man mit Muslimen "nichts anfangen" könnte. Das auch Deutsche Muslime sein können- unvorstellbar.Wie funktioniert es, Menschen, die sich derart in ihrer Schiene festgefahren haben, zu bewegen, zuzuhören? Solche Menschen, die den Islam als vollkommen überholt und frauenunterdrückend ansehen? Das Beste ist wohl, vorzuleben.

 

 Jeder Prophet und jede heilige Schrift lehrt uns die Liebe zu den Eltern und die Nächstenliebe- warum sie also aufgeben?Manchmal bringen Worte nicht viel- als leere Hülle, die in den Köpfen aussortiert und in den imaginären Papierkorb abgeschoben werden...Nicht verstecken und klein beigeben, egal, wie schwer die Umstände sind, wie makaber die Gegenargumente: Allah verspricht uns im Qur'an, dass er niemandem mehr Lasten aufbürgt als dieser tragen kann!Doch dürfen wir nie vergessen, dass nicht wir diejenigen sind, die richten dürfen- das kann uns darf allein Allah (gerade was den Begriff des "Ungläubigen" betrifft, der oft heftigst diskutiert wird).

 

Natürlich ist es einen jeden Muslims Pflicht, auf die Fehler anderer hinzuweisen, doch, wie im heiligen Qur'an steht: "Euch euer Glaube, und mir mein Glaube" (109:6), denn ich glaube nicht an das, was ihr glaubt und ihr nicht an das, was ich glaube. Und das ist völlig normal. Schließlich dient der Glaube/die Religion als Grundgerüst eines jeden Lebens- jedem seine Sache.

 

Doch, was denkt ihr? Haben sich die grundlegenden Charaktereigenschaften der Menschheit im Laufe der Jahrhunderte verändert? Ich finde nicht und deshalb veralten auch Religionen nicht in dem, was sie uns zu unserem eigenen Schutz vorschreiben. Schließlich hat Allah Mohammed (sas) und den heiligen Qur'an auf die Erde geschickt, um uns Gutes zu tun und den rechten Weg zu lehren. Natürlich gilt das nicht nur für Mohammed (sas) und den Qur'an, sondern für alle heiligen Schriften und alle Propheten, die nie etwas anderes gepredigt haben. Eines der wichtigsten Themen die Liebe. Die Liebe von Allah zu uns und von uns zu Allah.Wenn also alle großen Weltreligionen die gleichen Grundlagen- den gleichen Gott haben...warum spricht man dann nicht miteinander? Durch Missverständnisse, die durch mangelnde Kommunikation entstehen, kommen Hass und Krieg.  Ausgrenzung, Lästereien und Vorurteile sind für uns alltägliche Dinge- lasst sie uns doch gemeinsam angehen! Den Menschen vorleben, an was wir glauben, wer wir sind und Liebe sähen!Vielleicht erwächst dadurch mal ein großer Baum des Friedens. :)Asalamu Alaikum, Schwestern und Brüder.